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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 06.04.2020 - 08:09 Uhr

Silvesterparty sicher feiern



Selten wird so ausgelassen gefeiert, wie zu Silvester. Doch nicht nur beim Mitternachts-Feuerwerk - auch schon auf der Party im Zimmer lauern vielfältige Brandgefahren. Ob Tischfeuerwerk, Bleigiessen oder das beliebte Fondue - Silvester wird gerne mit dem Feuer gespielt. Wenn dann noch eine üppige Tischdekoration aus Luftschlangen und Konfetti hinzu kommt, wächst die Gefahr.
Schon ein paar einfache Maßnahmen vermeiden einen Zimmerbrand auf Ihrer Silvesterparty. Dies sind ein paar Punkte für einen Sicherheitscheck zu Ihrer Silvesterparty.

-Tischfeuerwerk und Bleigiessen nur auf nicht flammbaren Untersätzen (z.B: Tablett aus Metall) - außerdem sollten alle Gäste bei der Durchführung einen Sicherheitsabstand einhalten.

-Bei Tischfeuerwerk auf die richtige Sicherheitsklassifizierung achten.
-Beim Kauf von Luftschlangen, Girlanden und Lampions auf die Eigenschaft "schwer entflammbar" achten - die Produkte sind meist mit B1 nach DIN 4102 gekennzeichnet.

-Lampions und Kerzen sicher befestigen und aufhängen.

-Luftschlangen und Girlanden nicht in die Nähe von brennenden Kerzen, Heizkörpern oder offenem Feuer kommen lassen.

-Brennende Kerzen immer unter Aufsicht halten und beim Verlassen des Zimmers löschen

-Vorsicht auch mit glimmenden Zigaretten. Stellen Sie ausreichend Aschenbecher bereit.

-Keine Asche direkt in die Mülltonne - im Freien z.B. im Blecheimer auskühlen lassen.

-Kinder nicht mit Feuer hantieren lassen, Streichhölzer und Feuerzeuge von Kindern verborgen halten

-Fluchtwege (Haustür, Balkontür oder Fenster) nie mit Möbeln verstellen.

-Wenn es Silvester doch zu einem Zimmerbrand kommt

Für den Notfall vorbereitet halten:

-Eimer mit Wasser oder (besser) Feuerlöscher

-Feuerdecke

-Bewahren Sie Ruhe und alarmieren Sie die Feuerwehr unter Tel. 112

Noch gefährlicher sind Feuerwerkskörper, die im Freien verwendet werden.
Besonders Kinder sind gefährdet: Jedes Jahr endet die Silvesternacht für rund 200 Kinder in der Notaufnahme. Eltern dürfen ihre Sprösslinge daher nie unbeaufsichtigt Feuerwerkskörper zünden lassen, rät der deutsche Feuerwehrverband. Außerdem müssten sie ihre Kinder unbedingt für die Gefahren sensibilisieren, die von Böllern und Raketen ausgehen. Ein grundsätzliches Knallverbot hingegen stoße beim Nachwuchs zumeist auf taube Ohren.


Deshalb geben wir folgende Tipps:

-Nur Feuerwerkskörper mit behördlicher Zulassung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) kaufen!

-Klasse BAM-PI: Feuerwerkskörper dürfen ganzjährig verwendet werden

-Klasse BAM-PII: Feuerwerkskörper dürfen nur zu Silvester und nur von Personen über 18 Jahren verwendet werden

-Finger weg von Billigimporten! Niemals selbst gebastelte Böller benutzen!

-Alkoholisierte Personen von Feuerwerkskörpern fernhalten!

-Niemals mit Feuerwerkskörpern auf Menschen oder Tiere zielen!

-Raketen und Knaller nur im Freien und niemals aus der Hand zünden!

-Feuerwerkskörper nicht bündeln, keine Zündschnüre verkürzen!

-Raketen nur senkrecht aus sicheren Behältern abfeuern, etwa einer leeren Flasche im Getränkekasten!

-Blindgänger nicht aufheben und nie versuchen, sie nochmals zu zünden!

Weitere Informationen unter http://www.bam.de.

Gefahr im Schornstein - der Schornsteinbrand




Durch die Renaissance des Brennstoffes Holz, nicht zuletzt auf Grund der steigenden Energiepreise,
treten wieder öfter Russbrände in Schornsteinen auf. In den seltensten Fällen ist eine nicht ordungsgemäße
Reinigung ursächlich. Ganz im Gegenteil, die vorgeschriebenen regelmäßigen Überprüfungen
und Reinigungen durch den Schornsteinfeger tragen dazu bei, dass die Anzahl der Russbrände
nicht übermäßig zunimmt. Dies soll jedoch nicht dazu verleiten, diese Brandart weniger zu beachten.
Gerade in ländlichen Gebieten und in Altstadtbereichen sind alte Schornsteinkonstruktionen und
Feuerstätten keine Seltenheit und deshalb anfälliger für Russbrände als bei Neubauten. Trotzdem
können sie auch bei neuen Feuerungsanlagen entstehen, wenn diese falsch bedient oder mit nicht
geeigneten Brennstoffen beheizt werden.
Schmierruß führte zum Brand Russbrand in oberer Reinigungsöffnung erkennbar
Besonderheit bei der Verbrennung von Brennstoffen in Feuerungsanlagen
Alle in den traditionellen Feuerungsanlagen verwendeten Brennstoffe sind Kohlenwasserstoffverbindungen.
Zu ihnen gehören z. B. Holz, Torf, Braunkohle, Steinkohle, Heizöl, Erdgas.
Je nach technischem Entwicklungsstand der Feuerungseinrichtung verläuft der Verbrennungsvorgang
mit mehr oder weniger Teerbildung ab. Teer aber auch Ruß und schwarzes Pech sind unverbrannte
Kohlenwasserstoffe, die sich z. B. wegen zu niedriger Verbrennungstemperatur oder Sauerstoffkonzentration
nicht entzündet haben und sich an der Innenfläche des Schornsteins ablagern.
Eine ganze Reihe von Faktoren kann zur Russbildung führen:

- feuchter Brennstoff
- ungeeigneter/falscher Brennstoff
- falsche Bedienung
- Verbrennungsluftmangel
- Taupunktunterschreitung
- falsche Stückigkeit (Größe des Holzscheites)


Mit der Zeit wird dieser Ruß- oder Teerbelag dicker. Je nach Betriebsweise der angeschlossenen
Feuerstätten zeigen sich diese Beläge als trockene, spröde Glanzrußschichten oder aber auch als
zähflüssige Teerbeläge (Schmierruß).
Von den oben aufgeführten Brennstoffen neigen Holz und Torf am meisten zur Bildung solcher Teerschichten.
Bei der heutigen Entwicklung der Feuerungstechnik kommt es bei Öl- und Gasfeuerung
praktisch zu keiner Bildung von Glanz- oder Schmierruß.
Russablagerungen an Schornstein-Innenwandung Glanzruß im Schornsteinrohr
Kontrolliertes Schornsteinausbrennen
Die brennbaren Ablagerungen an der Schornsteininnenseite in Form von Glanz- oder Schmierruß
bilden eine latente Gefahr für die Entstehung von unkontrollierten Russbränden in Schornsteinen.
Für die Beseitigung von Rußschichten können verschiedene mechanische Methoden (z.B. Kehren)
oder das Ausbrennen angewandt werden. Da ein kontrolliertes Ausbrennen mit einem nicht geringen
Restrisiko behaftet ist, wird der Schornsteinfeger zuerst eine mechanische Methode in Erwägung
ziehen. Ist der Russbelag zu sehr festgesetzt oder zu schmierig, bleibt manchmal nur noch die Anwendung
des kontrollierten Ausbrennens übrig.
Der Schornsteinfeger ist verpflichtet, den Zeitpunkt des Ausbrennens dem Hauseigentümer, den
Hausbewohnern, der zuständigen Ordnungsbehörde (Kommune) und der Feuerwehr vorher mitzuteilen.
Beim Ausbrennen muss ein Schornsteinfeger mit Ausbrennerfahrung (Meisterprüfung) dabei
sein. Die Feuerwehren werden an der Ausbrennaktion nicht immer beteiligt.
Entstehung von unkontrollierten Russbränden in Schornsteinen
Während der Schornsteinfeger die teerbeschichteten Schornsteine mit Absicht (kontrolliert) entzündet,
kann sich der Teerbelag unter bestimmten Voraussetzungen auch selbst entzünden.
Es entsteht ein unkontrollierter Russbrand im Schornstein. Unkontrolliertes Feuer ist immer eine Gefahr
für das Gebäude und die Umgebung. Durch Funkenflug und abfallende Glutteile können weitere
Brände entstehen.
Die Brandentstehung begünstigen folgende Bedingungen:
- Verbrennen von langflammigem Brennstoff, z. B. Nadelhölzer Dabei werden Funken oder sogar
Flammen bis in das Rauchrohr und / oder in den Schornstein getragen, wo sie den Russbelag
entzünden können
- Stark windiges Wetter. Beim Nachheizen bleibt die Zuluftöffnung zu lange geöffnet
(dadurch steigt die Abgastemperatur stark an)

Erkennen von Russbränden in Schornsteinen
Erkennungszeichen für einen Russbrand im Schornstein sind:
- Lange Flammen schlagen aus dem Schornstein. Aus der Schornsteinmündung quellen dichte,
schwarz-gelbe Rauchwolken
- Starker Funkenflug und Rauchentwicklung
- Flammen-, Funken- und Glutbildung im Schornstein
- Hohe Außentemperatur der Schornsteinwange Solche Anzeichen werden oft durch Hausbewohner
selbst nicht bemerkt. Meistens sind es die Nachbarn oder Passanten, welche die
Alarmierung der Feuerwehr veranlassen.

Gefahren bei Russbränden in Schornsteinen
Moderne und ordnungsgemäß errichtete Schornsteine überstehen Schornsteinbrände in der Regel
unbeschädigt. Mit Gefahren muss jedoch besonders bei älteren Schornsteinausführungen und hinsichtlich
der Auswirkungen auf die Nachbarschaft gerechnet werden.
Brandausbreitung durch Funkenflug
Die Gefahr wird noch dadurch verstärkt, dass die Russbrände häufig durch Sturm oder starken Wind,
das heißt: durch stark erhöhten Schornsteinzug hervorgerufen werden und dabei erheblicher Funkenflug
auftreten kann.
Brandausbreitung durch Wärmeleitung und Wärmestrahlung
Insbesondere bei baulichen Mängeln am Schornstein, z.B. nicht ordnungsgemäß verschlossene unbenutzte
Anschlüsse, Risse am Schornstein, direkt an der Schornsteinwange anliegende brennbare
Bauteile und ähnliches ist eine Brandausbreitung durch Wärmeleitung und Wärmestrahlung möglich.
Beschädigung des Schornsteins durch Wärmeeinwirkung (Wärmedehnung)
Durch Wärmedehnung können sich Risse im Schornsteinmauerwerk bilden und dieses nachhaltig
schädigen. Bei so genannten "gezogenem" Schornstein besteht unter Umständen Einsturzgefahr.
Herab fallende Glut von verschmutzten Schornsteinaufsätzen.
Schornsteinaufsätze verschmutzen durch Ruß- und Teerablagerungen ähnlich wie die Innenwandungen
der Schornsteine. Beim Ausbrennen entzündet sich dieser Belag ebenfalls.
Durch das Erweichen der Beläge beim Ausbrennen können hier Glutbrocken von den Aufsätzen abfallen
und im Dachbereich einen Brand auslösen.
Rauchausbreitung durch Verstopfung des Schornsteins mit Russ.
Der nicht gezündete Teil des Russbelages dehnt sich durch Wärmeeinwirkung um das Vielfache seines
ursprünglichen Volumens (Quellverhalten). Der Schornsteinquerschnitt wird dadurch teilweise
oder ganz verschlossen. Der Rauch, der bis dahin über die Schornsteinmündung abzog, tritt nun an
den Feuerstättenanschlüssen, Reinigungsöffnungen und undichten Stellen (z.B. Rissen) aus.
Gefahren durch Elektrizität
An Schornsteinen verlegte isolierte Stromleitungen können durch die Wärmewirkung beim Russbrand
abschmelzen bzw. anbrennen. Deshalb sollte auf Stromleitungen an Schornsteinen geachtet werden.
Niemals Wasser zum löschen eines Russbrandes verwenden!

Die Folgen der Anwendung von Löschmitteln können sein:
- Löschen mit Wasser? Folgen: Beim Russbrand im Schornstein entstehen Temperaturen von
bis zu 1500 °C. Wasser verdampft sofort im Schornsteininneren, dass führt zu einer schlagartigen
Erhöhung des Volumens (aus 1 Liter Wasser werden bei 100 °C ca. 1700 Liter Wasserdampf).
Der Schornstein reißt (platzt)!
- Löschen mit Schaum? Folgen: Wie beim Wasser; je nach Schaumart unterschiedliche Wasseranteile
vorhanden.
- Löschen mit Pulver oder Kohlendioxid? Grundsätzlich nicht verboten, jedoch Einsatztechnik
sehr schwierig (Löschmittel muss von unten eingeblasen werden). Deshalb möglichst vermeiden.
Folgen: Durch falsche Anwendung (z. B. zu viel Löschmittel eingeblasen) kann auch hier
die Förderleistung des Schornsteins überschritten und der Schornstein zum Reißen gebracht
werden
Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr bei Russbränden
Wichtige Einsatzmaßnahmen sind unter anderem:
- Unterbinden der Luftzufuhr soweit wie möglich
- Verständigung des zuständigen Bezirksschornsteinfegermeisters
- Kein Wasser oder andere Löschmittel im Schornstein einsetzen
- Schutz des betroffenen Gebäudes bzw. Bereiches und der Nachbarschaft durch die Bereitstellung
von Trupps mit Löschmitteln
- Beobachten der eventuellen Ausbreitung von Feuer und Rauch
Die zu treffenden Einsatzmaßnahmen sind immer lageabhängig. Dennoch gibt es einige Grundsätze
die standardmäßig angewendet werden können. Diese Grundsätze sind in einem Handlungsleitfaden
zusammengefasst und auf den beiden folgenden Seiten dargestellt (als Anlage zum Merkblatt).

Quelle: Landesfeuerwehrverband
Hinweis:
Der verwendete Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Landesinnungsverband
des Schornsteinfegerhandwerks Schleswig-Holstein zur Verfügung gestellt.


Mindern Sie die Waldbrandgefahr durch Ihr umsichtiges Verhalten. Jeder Waldbrand ist eine Katastrophe für die Tier- und Pflanzenwelt und das Ökosystem Wald. Für unsere von Landschaftszerstückelung, Luftverschmutzung und Waldsterben bedrohten Wälder bedeutet jedes Feuer einen tiefgreifenden und existenzgefährdenden Einschnitt.

Waldbrände haben verheerende Folgen. Die Gefahren gehen von Zigaretten, vom Grillen im Wald und von Lagerfeuern aus. Hierbei ist besondere Vorsicht geboten. Die meisten Waldbrände verursacht nämlich der Mensch selbst. Doch lassen sich Waldbrände vermeiden.


Vermeiden Sie bitte
- ungesicherte Lagerfeuer
- Rauchen im Wald oder in waldreichen Gebieten, besonders in Sommermonaten
- Feuer außerhalb von Grillplätzen (in vielen Wäldern sind Grillplätze für Besucher angelegt worden – nutzen Sie dieses Angebot)
- Wegwerfen von brennenden Zigaretten und leicht entflammbaren Materialien oder Flüssigkeiten




Sollten Sie ein kleines Bodenfeuer entdecken, versuchen Sie es mit Sand oder Erde abzudecken oder mit frischen Ästen auszuschlagen. Verständigen Sie sofort die Feuerwehr!

Bei schnell größer werdendem Feuer: Bringen Sie sich in Sicherheit und laufen Sie dabei gegen die Windrichtung! Dort ist weniger Rauch und das Feuer breitet sich gegen den Wind nicht so schnell aus.

Halten Sie die, meist engen, Waldwege als Anfahrtswege für die Feuerwehr frei ! PKW-Katalysatoren werden sehr heiß und können beim Parken Wald- oder Flächenbrände entstehen lassen! Parken Sie nicht außerhalb befestigter Parkplätze und Wege!